Ja, es ist Herbst. Während sich hierzulande die Minen langsam verfinstern und die ersten über den als viel zu früh empfundenen Verkauf von Lebkuchen rummosern, freuen sich die Japaner über ihr lecker frittiertes Laub.

Momiji Tempura Foto: Flickr/Treevillage

Minō in der Präfektur Osaka ist landesweit bekannt für seine Ahornbäume bzw. momiji (もみじ). Das Laub der Blätter wird jedes Jahr gesammelt und für mindestens ein Jahr in Salzfässern gelagert. Pünktlich zum folgenden Herbst werden sie wieder herausgenommen und in einem leicht süßlichen Tempura-Teig für circa 20 Minuten fritiert bis sie knusprig sind.

Momiji Tempura Foto: Flickr/jss

Momiji Tempura hat eine lange Tradition in Osaka. Einige Quellen behaupten, dass das Gericht bereits vor über tausen Jahren das erste mal zubereitet wurden. Man kann die Blätter zwar das ganze Jahr über in Tüten abgepackt kaufen, trotzdem wird empfohlen sie frisch zu essen. (via Kotaku)